Angefangen habe ich mit dem Turm und dessen Brückenaufbauten. Die 20mm Flak im Wintergarten bekam ein Messingrohr von Schatton Modellbau.
Die Bausatz-Sehrohre aus Gießharz habe ich durch feinere aus Zinn ersetzt. Mit kleinen Anpassungen passen diese sehr gut und sehen besser aus als die Kunststoffteile. Das Boot stellt U-404 mit dem Wikingerbug auf dem Turm dar. Daher gibt es einige Details die vom Standardturm eines VIIc-Bootes abweichen. Dies sind beispielsweise die Antennendurchführungen hinter dem Wintergarten, die Reling um die 8.8er oder Decksdetails. Das 8.8cm Geschütz besteht aus etlichen Gießharz- und Messingteilen. Das Geschützrohr habe ich durch ein gedrehtes Messingteil ersetzt, da das Originale verzogen war. Die 20mm Flak hat zusätzlich die Schulterstützen bekommen. Im Bausatz sind 40mm Wasserschrauben enthalten. Da die Form aber alles andere als Naturgetreu ist, habe ich mich zum Neubau entschieden.
Die Ruderhacke ist recht gut vorgefertigt, aber teilweise schief verlötet, so daß einige Nacharbeit erforderlich ist. Die Abdichtung der Ruderanlenkung erfolgt über Silikonschlauch und Faltenbälge. In diesem Fall haben die Bälge einige Vorteile gegenüber Stopfbuchsen (Verschleiß durch Reibung, Belastung des TR-Servos). Ein Umbau bringt keine Vorteile und wäre zu aufwändig. Die Torpedoluken am Bug werden per Schalter zu öffnen sein. Daher habe ich mir die 4 Klappen abgeformt und laminierte nun 4 neue dünne Klappen. Das Innenleben kann man dabei auch gut sehen.
Die Flutschlitze an Deck habe ich zuerst auf der Fräse herausgearbeitet. Nach einiger Zeit gefiel mir diese Lösung aber nicht besonders. Zum einen waren die Schlitze nicht wirklich genau, zum anderen Maßstäblich viel zu breit. So fiel der Entschluss das gesamte Deck im CAD zu zeichnen und per CNC in 1mm GFK neu zu fräsen. Das passierte Abschnittweise, da meine Fräse zum Bauzeitpunkt nicht lang genug war um ein großes Deckstück spannen zu können. Die Aufschweißungen rund um die 8,8cm sind aus 0.3mm Lithoblech entstanden. Die Schweißwarzen wurden hierbei mit einem spitz angedrehten Zahnrad in das Blech gedrückt und anschließend in schmale Steifen geschnitten. Die Streifen selbst sind mit dünnflüssigem Sekundenkleber auf das GFK Deck aufgeklebt. Um die vorderen Flutschlitze unterhalb der Tiefenruder habe ich mich lange gedrückt. Abmessungen: 1mm x 4mm Da ich wieder keinen Bock auf feilen hatte, musste ebenfalls eine Fräslösung her. Dazu habe ich im CAD Flutschlitzmasken gezeichnet und dann in 0.5mm GFK gefräst. Die alten Schlitzprägungen trennte ich raus und ersetze zum Schluß noch die fehlenden Niete. Das Deck wurde dann komplett verklebt, am Turm wurde der Decksrand aufgespachtelt, da hier beidseitig Sinkstellen waren und das Deck nicht richtig gerade saß. Ebenso habe ich unterhalb eine Gitterkonstruktion verklebt um dem großen Decksausschnitt mehr Stabilität zu verleihen. Der Windabweiser vor dem Turm wurde dünner geschliffen. Die Nietenreihen sind dabei natürlich verloren gegangen. Als Ersatz kamen Resinniete von „Archer Transfer“ zum Einsatz.
Die Torpedorohre sind aus 20mm PVC-Rohren hergestellt. Funktionstüchtige Torpedos baue ich nicht ein. Da die Verschlußklappen aber zu öffnen sind, kann man dann schön in die Röhren hineinsehen. Die Innenseite und die dazugehörigen Streben und Spanten wurden wieder aus 0,5mm GFK gefräst.
Eine sehr zeitraubende Arbeit sind die Schweißnähte aus Kreppband, die Linien sind gerade mal 0,5mm breit. Geschnitten habe ich die mit 2 aneinander geklebten Abbrechklingen. Der Klingenabstand ist dann 0,5mm und damit für sehr feine Linienzüge oder Schweißnähte zu verwenden.
Für die Lackierung kamen Lacke von Militärlacke.de zum Einsatz. Der Rumpf wurde zuvor mit einem Preshading aller Stöße und Schweißnähte versehen. Abschließend folgte ein Klarlackauftrag um danach die Alterung mittels Pastellkreiden aufbringen zu können. Die Wasserschrauben wurden inzwischen durch Eigenbauten nach Originalplänen ersetzt.

I started with the conning tower and its bridge structures. The 20 mm flak gun in the winter garden was fitted with a brass barrel from Schatton Modellbau.
I replaced the kit’s cast-resin periscopes with finer ones made of tin. With minor adjustments, these fit very well and look better than the plastic parts. The boat represents U-404 with the “Viking bow” emblem on the tower. Therefore, there are several details that differ from the standard tower of a Type VIIc boat. These include, for example, the antenna lead-throughs behind the winter garden, the railing around the 8.8 cm gun, and various deck details.
The 8.8 cm deck gun consists of numerous cast-resin and brass parts. I replaced the gun barrel with a turned brass part because the original one was warped. The 20 mm flak gun was additionally fitted with shoulder rests. The kit includes 40 mm propellers, but since their shape is far from realistic, I decided to rebuild them from scratch.
The rudder tiller arm is fairly well pre-fabricated, but partly soldered crookedly, so some rework is required. Sealing of the rudder linkage is done using silicone tubing and bellows. In this case, the bellows offer several advantages over stuffing boxes (wear due to friction, load on the rudder servo). A conversion would offer no benefits and would be too time-consuming.
The torpedo tube hatches at the bow will be operable via a switch. For this reason, I made molds of the four hatches and am now laminating four new, thin hatches. This also allows the interior to be seen clearly.
I initially milled the flood slots in the deck using the milling machine. After some time, however, I wasn’t particularly happy with this solution. For one thing, the slots were not really precise, and for another, they were far too wide in scale. So I decided to design the entire deck in CAD and remill it in 1 mm GRP using CNC. This was done in sections, since at the time of construction my milling machine was not long enough to clamp a large deck piece.
The welded reinforcements around the 8.8 cm gun were made from 0.3 mm litho sheet. The weld beads were pressed into the sheet using a pointed, turned gear wheel and then cut into narrow strips. The strips themselves were glued onto the GRP deck using thin liquid cyanoacrylate.
I put off working on the forward flood slots below the dive planes for a long time. Dimensions: 1 mm × 4 mm. Since I really didn’t feel like filing again, this also required a milling solution. To do this, I designed flood-slot masks in CAD and then milled them from 0.5 mm GRP. I cut out the old embossed slots and finally replaced the missing rivets.
The deck was then completely bonded in place. At the conning tower, the deck edge was filled with putty, since there were sink marks on both sides and the deck did not sit perfectly straight. I also glued a lattice structure underneath to give the large deck opening more rigidity. The spray deflector in front of the tower was sanded thinner; the rows of rivets were, of course, lost in the process. As a replacement, resin rivets from “Archer Transfer” were used.
The torpedo tubes are made from 20 mm PVC pipes. I am not installing functional torpedoes. However, since the outer doors can be opened, it is possible to see nicely into the tubes. The inner surfaces and the associated braces and frames were again milled from 0.5 mm GRP.
A very time-consuming task is the weld seams made from masking tape—the lines are only 0.5 mm wide. I cut them using two snap-off knife blades glued together. The spacing between the blades is then 0.5 mm, making it suitable for very fine line work or weld seams.
Paints from Militärlacke.de were used for the paintwork. The hull was first given a preshading of all joints and weld seams. This was followed by a clear coat, after which weathering was applied using pastel chalks.
In the meantime, the propellers have been replaced with scratch-built versions based on original plans.




































